Inmitten in dem BlumenlandEin klarer Marmorbrunnen stand;Da schaut' ich eine schöne Maid,
Die emsig wusch ein weißes Kleid.
Die Wänglein süß, die Aeuglein mild,Ein blondgelocktes Hcil'genbild;
Und wie ich schau, die Maid ich fandSo fremd und doch so wohlbekannt.
Die schöne Maid, die sputet sich,Sie summt ein Lied gar wunderlich:„Rinne, rinne, Wässerlein,
„Wasche mir das Linnen rein."
Ich ging und nahcte mich ihr,Und flüsterte: O sage mir,Du wunderschöne, süße Maid,
Für wen ist dieses weiße Kleid?
Da sprach sie schnell: Scy balv bereit,Ich wasche dir dein Todtenklcid!
Und als sie dies; gesprochen kaum,
Zerfloß das ganze Bild, wie Schaum. —