Druckschrift 
1 (1906)
Entstehung
Seite
394
Einzelbild herunterladen
 

lich, in solchem Sinne einige Zeilen für die dortigeStaatszeitung schrieben und Sorge trügen, daß dieAugsb. Allg. Zeitung" sie als preußische Korrespon-denz ebenfalls aufnehme. Ich weiß, ich mache IhnenMühe, aber ich kann nicht helfen, die Sache ist für meinePrivatinteressen sehr wichtig. Ja, käme solche Korre-spondenz hier an, noch ehe eine Wahl geschehen, sokönnte ich sehen, ob ich gut täte mich zu melden. Aufjeden Fall wird erleichtert die Berichtigung aus dritterHand, daß ich mich zu jener Stelle nicht eigentlich ge-meldet. Herr Lehmann, ein ehemaliger Seide von mir,ist der Hauptarbeiter derPreuß. Staatszeitung", dochist er zu sehr mit der Klatschliese Gans befreundet,als daß ich es wagen dürfte mich an ihn direktzu wenden. Da die Sache von der höchsten Delikatesseist, so habe ich Sie nicht verschonen können. MeinFreund Rousseau ist Redakteur derFrankfurter Ober-postamtzeitung", doch ist er ebenfalls eine Klatschliese,und da ich ihn als Schwächling kenne, so habe ich ihmlängst alles Vertrauen entzogen. Die Red. der Allg. istmir ebenfalls genug befreundet, doch gehen die Sachendort durch zu viele Hände kurz, Sie, lieber Varn-hagen, erhalten die Mühe aufgebürdet. Sie könnenauch am besten und zweckmäßigsten jenen Artikel ab-fassen, der den Eindruck machen muß, daß meine Wahleine gebührende ist, eine wichtige und für das Publikumangenehme. Soll etwa angedeutet werden, daß es einVerlust sei, daß ich dadurch für Preußen, meine Heimal,verloren gehe?

Moser ist Berliner Korrespondent für denHam-burger Unpart. Korrespondenten".

ggt