Druckschrift 
1 (1906)
Entstehung
Seite
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den Freunden Dein Eremplar leihen zur vorläufigenLektüre.

Da Du in Deinem wohlverschanzten Kontor keineIdee von den giftigen Pfeilen hast, die seit Jahr undTag gegen mich heimtückisch geschossen werden, so erlaubeich Dir immerhin, die strenge Gerechtigkeitspflege, dieich gegen den Grafen Platen ausgeübt, zu mißbilligen.

Ich wünsche, daß Dich das Buch durch teilweisesAmüsement für die Ennui der Lektüre entschädige; spätereBücher mögen imstande sein, manche Herbheitendarin als notwendig nachzuweisen. Da dieses Buchschon vor der Geburt seine kompetentesten Feinde hatte,deren Umtriebe ich bereits sehe, so wünsche ich, daß Dudie Freunde, die für die öffentliche gute Ausnahme desBuches etwas tun können (namentlich Gans), dazu auf-forderst, und zwar bedürfte es der schleunigsten Tätig-keit. Die Natur des Buches erklärt diese Bemerkung.Will der junge Veit die Güte haben, etwas Kritischesdarüber zu schreiben, wie er mir versprach, so bitte ichihn, es bald zu tun, und wenn keine dortige Redaktionsolches bereitwillig ist zu drucken, so bitte ich ihn, es mirselbst zu schicken. Es ist Krieg, und Du wirst sehen,wie sehr ich der Beihilfe bedarf. Auch an Lehmannmußt Du in meinem Namen solche Bitte vortragen.Was Dich selbst betrifft, so bin ich zufrieden, wenn Dir,in Deiner idyllischen Kontorruhe, das ferne Waffen-geräusch nicht gar zu unangenehm in die Ohren tönt.Verzeih mir, lieber Moser, daß ich meine Feinde tot-schlage, die mich totschlagen wollten. Ich denke Dichbald wieder zu sehen. Das Wetter ist das einzige,was mich vom Reisen abhält. Meine Adresse ist vr. H.

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