bestimmte, dorthin zu reisen. Schon längst hatte manmich hingewünscht. Jetzt verspricht man mir Hollandund Brabant. Auf jeden Fall finde ich dort Ruhe,das ist mir jetzt die Hauptsache. Januar 1828 erscheinendie „politischen Annalen" in München unter der Re-daktion Ihres Freundes Heine und des Dr. Lindner.Dieses wird den Leuten das erste Zeichen sein, was esbedeutet, daß i ch in München bin. Über diesen Punktnächstens mehr. Ich habe diese Redaktion angenommen,weil ich überzeugt war, Sie sind nicht bloß damit zu-frieden, sondern auch darüber erfreut. Die Tendenzsehen Sie wohl voraus. — In einigen Tagen reise ichnach München; unterwegs schreibe ich Ihnen.
Sie lieber Varnhagen, sind der einzige Mensch aufder Welt, auf dessen Verschwiegenheit ich bauen kann.Daher sollen Sie mir sogar in meinen dürresten Privat-nöten behilflich sein. Alle meine andren Freunde sindSchwätzer. Ich muß Sie belästigen. Sie werden näm-lich nächstens von den Herren Treutel ck Würz, Treuteljun. öd Richter in London einen Brief erhalten, worindiese Herren Ihnen für mich eine Summe von zirkaachthundert Talern überschicken. Diese Summe habenSie die Güte für mich einzukassieren und bis zu nähererVerfügung mir aufzubewahren. Sie dürfen aber bei-leibe niemandem sagen, daß ich solchermaßen Geld er-halten habe und besitze. Ich habe mancherlei Schuldenin diesem irdischen Jammertal und bis jetzt keine fireEinnahme. Die Verfolgungen, die ich erleide, sind be-denklich, und es ist nötig, daß ich zu jeder Zeit mit Reise-geld versehen sei. Was ich bei mir habe, pflege ich ge-wöhnlich zu verschleudern; und so wäre es gut, denk ich,
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