wo das Buch ausgegeben wurde — (viel Selbstüber-windung,) — und habe daher von dessen Schicksalennoch kein Wort erfahren. Ich weiß sie vorher. Ichkenne meine Deutschen. Sie werden erschrecken, über-legen und nichts tun. Ich zweifle sogar, daß das Buchverboten wird. Es war aber notwendig, daß es ge-schrieben wurde. In dieser seichten, servilen Zeit mußteetwas geschehen. Ich habe das meinige getan und be-schäme jene hartherzigen Freunde, die einst so viel tunwollten und jetzt schweigen. Wenn sie zusammen sindund in Reih und Glied stehen, sind die feigsten Re-kruten recht mutvoll; aber den wahren Mut zeigt der-jenige, der allein steht. — Ich sehe auch vorher, daß dieGuten des Landes mein Buch hinlänglich herunterreißenwerden, und ich kann es den Freunden nicht verdenken,wenn sie über das gefährliche Buch schweigen. Ich weißsehr gut, man muß staatsfrei gestellt sein, wenn manüber meinen De Qrsnck sich äußern will. Ich denke,Robert wäre wohl jetzt, vermöge seiner Stellung, der-jenige, welcher sich am besten des Buches annehmenkönnte. Ich habe ihm zwar nicht geschrieben, aber ichweiß, er ist selbst kein Freund langer Korrespondenz.Auch gestehe ich, daß ich, wie sehr seine Frau auch geistigausgezeichnet ist, sie doch lieber sprechen sehe, als aufdem Papier lese. — Unter uns gesagt, einer schönenFrau schreiben, scheint mir ebenso töricht, als wenn ichmit einer Straßburger Pastete in Korrespondenz tretenwollte. Jedes Ding in der Welt will auf seine eigeneWeise genossen sein. Jene schönen Augen, deren Glanzunser Herz erfreut, und jene Trüffelpastete, deren Duftuns begeistert — sie verlieren gar sehr in der Ferne.
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