eine bestimmte Sache ausgesprochen zu sehen, oder irgendeinen unserer Intimen gegeißelt zu sehen, so sagen Siees mir, oder, was noch besser ist, schreiben Sie selber inmeinem Stil die Lappen, die ich in meinem Buche einflickensoll, und Sie können sich auf meine heiligste Diskretionverlassen. Ich darf jetzt alles sagen, und es kümmertmich wenig, ob ich mir ein Dutzend Feinde mehr oderweniger aufsacke. Wollen Sie in meine „Reisebilder"ganze Stücke, die zeitgemäß, hineingeben, oder wollenSie mir bloß die Proskriptionsliste schicken — ich steheganz zu Ihrem Befehl. Meine Adresse ist: H. Heine,Or. juris, bei S. Heine, auf dem Markt in Lüne-burg.
108. An Friedrich Merckel.
Lüneburg, den 4«. November 48S6.
Lieber Merckel!
Da ich so oft und viel und anhaltend an Dichdenke, so bin ich wahrlich nicht imstande, zu sagen, obich es bin, an dem die Reihe des Schreibens ist, oder obsie an Dir ist, an Merckel, der doch auf jeden Fallschreiben sollte. Wenigstens sagt mir gestern mittag(beim Kaulitzschen Klubschmaus) der ObersyndikusKüster, daß Du, laut Nachricht, ganz gesund und wohlseist. Dies kann ich nun nicht von mir behaupten. Ichbefinde mich größtenteils en Misere. Ich schreibe wenig,aber das Wenige ist sehr gut, und wird Dir gefallen. Ichdenke viel, lese viel und es kann einst etwas aus mirwerden. Grüß mir Campe recht herzlich, sag ihm, daß
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