in die unrechten Hände gibt, eine Abschrift erteilest.Unbekannterweise meinen ehrlichsten Gruß an MadameMoritz Robert. Übrigens habe ich gestern abend an Lud-wig Robert geschrieben und es ihm übertragen, diejeRomanze (ohne meinen Namen) in den „Rhcinblüten"abdrucken zu lassen. Da ich seine Adresse dort nichtweiß, so bitte ich Dich, den einliegenden Brief ihm un-verzüglich zu geben oder zu überschicken. Ludwig Robertist mir sehr lieb. Er hat stch nicht kleinlich gegen michgezeigt, und das ist viel in dieser kleinlichen, egoistischenWelt. Seine Schwester lieb' ich auch sehr. Barnhagenist mir noch immer lieb, aber eine feindliche Stunde hatuns beide auf immer geschieden. Bei meinem Zu-sammentreffen mit ihm in Hamburg hat er mich verletzt,und Du weißt, wie reizbar ich dort war. Nicht wahr,die Robert ist schön? Hab ich Dir viel gesagt? Sievereinigt in sich die Jokaste und die Julia, das Antiksteund Modernste.
Ich arbeite viel, ich werde sehr gelehrt; aber zupoetischen Arbeiten ist mein Kopf zu dumpf und zu sehrvon Schmerzen durchzuckt.
Schreibe mir auch was über den Verein. Hat derMichel Beer geantwortet? Von meinem Oheim vonGeldern Hab ich Brief erhalten; er schreibt mir, daßich am ganzen Rhcinstrom jetzt ebenso verhaßt sei, wieich sonst geliebt war, weil man dort sagt, daß ich für dieJuden mich interessiere. Wahrlich, ich habe gelacht!O wie verachte ich das Menschenpack, das unbeschnittcnemitsamt dem beschnittenen! Mein Oheim (von Geldern)beauftragt mich, drei Eremplare des bald herauskommen-den (???) II. Bandes (soll gewiß Heft heißen) der
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