Druckschrift 
1 (1906)
Entstehung
Seite
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Die ersten Tage des Septembers werde ich wohl fertigsein. Wenn ein Brief für mich ankommt, so schicke ihnmir per Adresse H. Heine von Berlin, logiert in derHarmonie in Ritzebüttel. Es sind wenig Menschen hier,triste und ennu^ant. Und alles erschrecklich teuer. Ichgebe über 6 Mark des Tages aus, und ist nicht wohl-feiler abzukommen. Schreibe an Mutter wo ich michbefinde. Grüße mir Moritz, sowie auch alle, die nachmir fragen. Wenn Du mir etwas Erfreuliches her-schreiben kannst, so tue es doch.

4t. An Moses Moser.

Ritzebüttel, den LS. August 18SS.

Sei froh, daß ich Dir so lange nicht geschrieben.Ich hatte nicht viel Erfreuliches mitzuteilen. Ich warzu einer schlimmen Zeit in Hamburg. Meine Schmerzenmachten mich unerquicklich, und durch den Todesfalleiner Cousine und die dadurch entstandene Bestürzungin meiner Familie fand ich auch nicht viel Erquicklichesbei andern. Zu gleicher Zeit wirkte die Magie des Ortesfurchtbar auf meine Seele, und ein ganz neues Principtauchte in derselben auf; dieses Gemütsprincip wirdmich wohl eine Reihe Jahre lang leiten und mein Tunund Lassen bestimmen. Wär ich ein Deutscher undich bin kein Deutscher, siehe Rühs, Fries a. v. O.,so würde ich Dir über dieses Thema lange Briefe, langeGcmütsrelationen schreiben; aber doch sehne ich michdanach. Dir in vertrauter Stunde meinen Herzensvor-hang aufzudecken, und Dir zu zeigen, wie die neue

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