Druckschrift 
3 (1851) Romanzero
Entstehung
Seite
264
Einzelbild herunterladen
 

264

Unterm güldnen BaldachinUnd umrauscht vom HofgesindeSitzt der König und die Kön'gin;Diese gleichet einem Kinde.

Ein französisch stumpfes Naschen,Schalkheit kichert in den Mienen,Doch bezaubernd sind des MundesImmer lächelnde Rubinen.

Schone, flatterhafte BlumeDaß sich ihrer Gott erbarme>Von dem heitern Seine-UferWurde sie verpflanzt, die arme,

Hierher in den steifen BodenDer hispanischen Grandezza;Weiland hieß sie Vlanch' de Bourl'!Donna Blanka heißt sie jetzo.

Pedro wird genannt der König,Mit dem Zusatz der Grausame;Aber heute, milden Sinnes,

Ist er besser als sein Name.