Druckschrift 
3 (1851) Romanzero
Entstehung
Seite
119
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Waldeinsamkeit.

Ich Hab' in meinen Jvgendtagen

Wohl auf dem Haupt einen Kranz getragen;

Die Blumen glänzten wunderbar,

Ein Zauber in dem Kranze war.

Der schöne Kranz gefiel wohl Allen,

Doch der ihn trug hat Manchem mißfallen;Ich floh den gelben Menfchenneid,

Ich floh in die grüne Waldeinsamkeit.

Im Wald, im Wald! da könnt' ich führenEin freies Leben mir Geistern und Thieren;Feen und Hochwild von stolzem Geweih'Sie nah'ten sich mir ganz ohne Scheu.

Sie nah'ten sich mir ganz ohne Zagniß,Sie wußten das sei kein schreckliches Wagniß;Daß ich kein Jäger, wußte das Reh,

Daß ich kein Vernunftmensch, wußte die Fee.