Druckschrift 
3 (1851) Romanzero
Entstehung
Seite
18
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IS

Das ist der Scharfrichter von Bergen! so schreitEntsetzt die Menge im SaaleUnd weichet scheusam die HerzoginStürzt fort zu ihrem Gemahle.

Der Herzog ist klug, er tilgte die SchmachDer Gattin auf der Stelle.

Er zog sein blankes Schwert und sprach:Knie vor mir nieder, Geselle!

Mit diesem Schwertschlag mach' ich dichJetzt ehrlich und ritterzünftig,

Und weil du ein Schelm, so nenne dichHerr Schelm von Bergen künftig.

So ward der Henker ein EdelmannUnd Ahnherr der Schelme von Bergen.Ein stolzes Geschlecht! es blühte am Rhein.Jetzt schläft es in steinernen Särgen.

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