Druckschrift 
1 (1846)
Entstehung
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326
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7.

Osnabrück, dm letzten Dercmb. 1772.war brav. Einen Brief von 6 oder gar 7 Seiten inQuart schreibt ein so beschäftigter Mann an Dich, dacht' ich,wie ich Ihren Brief aufgewickelt hatte, dem Mann kannst Dubei alledem nicht so gleichgültig sein. Dieser Gedanke jagte mirein paar Unzen Blut mehr in's Gesicht als ich sonst darin habe,und gleich räumte ich 2 Handlaternen, einen Leuchter, ein eng-lisches Mikroskop, ein paar leere Gläser und ein paar leereHalstücher vom Tische weg, um dem halben Bogen Platz zumachen, der unter dem ganzen Buch allein die Ehre habensollte, meine Danksagung an Sie nach Göttingen zu bringen.Aber von selbiger Zeit an bin ich so in Actio - und Passivbc-suche verwickelt worden, daß mich zwar oft die Sonne, oderdoch der Tag im Bette, aber selbst die Mvrgensterne mich we-der da noch auf dem Observatorio finden konnten. Ich habedaher seit einiger Zeit fast gar keine Briefe, oder doch nursolche geschrieben, die sich so wenig als das Essen aufschiebenließen, denn wirklich hatte ihr Inhalt eine starke Beziehungauf das, was ich künftigen Monat essen und trinken will. Ichantworte Ihnen also erst heute, da ich ruhig bin, und hoffewegen des Aufschubs, der doch so gar lange nicht ist, von Ih-nen Vergebung zu erhalten.

Kästner hat mir wieder, und zwar einen sehr lau-nigen Brief geschrieben. Es werden darin verschiedene Hiebeausgetheilt. Einen davon erhalte ich selber, aber mit Bandageund Pflaster dabei.

Westphalen ist doch so ganz übel nicht, mit der Zeit könnteich es wohl gewohnt werden, ich bin nun zuweilen einige Stun-den recht vergnügt. Neulich hatte ich auf meinem Wiesen- und