236
haben? Dürste ich folgendes Beispiel drucke» lassen, so wäreich geneigt, über beide zusammen genommen einmal ein erbauli-ches Wort öffentlich zu sage». Bor einigen Iabren wurde dieSonne gerade am Geburtstage nusers Königs partiell vcrsin-,stert. Bei dieser Gelegenheit schrieb ich zum Scherz au Käst-ner: Wc»L ein mntbwilliger Whig in England auf den Ein-fall käme, hieraus etwas Nachtheiligcs für den Hof zu deuten,wie ließe sich ihm am besten begegnen? — Kästner antwor-tete: man müßte sagen, der König wäre noch nach dem altenStil am 4tcn Juni geboren. Das war wobl gut. Aber wasgeschah? bald darauf ereignete sich die bekannte Gcistesversinste-rnng bei unserm gnten Könige. Ist das nicht sonderbar? Hierward nicht bloß ein Unfall mit einer vergangenen Himmelsbc-gebenheit in Verbindung gezogen, sondern aus einer Himmels-begebenheit ein Unfall gleichsam geschlossen. Daß ich die Sacheals einen Scherz vortrug, rührte daher, l) weil ich inDarmstadt, und halt! nicht in München oder Paderborn ge-boren bin, 2) weil mich der Himmel Lcbrern in die Hände gege-ben bat, die mich so weit gebracht habe», daß ich die Schriftendes Pempelforiischen Weisen') mit Entzücken lesen kann. Ichhabe nicht gehört, daß sich damals Jemand etwas bei der Son-nensinstcrniß dachte. Das ist allerdings sehr schön, nnd einZeichen, daß die papiernen Assignate der Philosophen im Wertstezu steigen anfangen. Aber ich, ich habe daran gedacht; auchdas ist gut, und wenigstens dem nützlich, der so gern sähe,daß manche alte Assignate mit einem neuen Stempel versehenwürden. So viel für heute von Ihrem innigsten Verehrer, derselten schreibt, aber nie, nie vergißt.
') Jacobi lebte bekanntlich längere Zeit in Pempelfort bei Düsseldorf.