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wenn ich keine Briefe schreibe, und zwar an Sie keine, so rech-nen Sie nur immer auf das penible Geschäft, Faulheit, oderauf das etwas leichtere, Kränklichkeit, oder auf das angenehmste,überhäufte Arbeit.
In Herrn Rath Mosers Briefe, den ich Ihnen ehestensschicken werde, hat mir doch die Vorstellung nicht gefallen, dieer sich von den Französinnen macht. Es ist das eine Schriftstel-leridee, an der wenig oder nichts Wahres ist. Wahre guteLebensart ist in Frankreich zu Hause; es sind nur die Schrift-steller, die sich wechselsweise verachten; sie die unseligen, undunser nachahmendes pecus die ihrigen.
Herrn von Ende's') Rath ist allerdings der feinste; »bleibim Lande und nähre dich redlich". — Hatte er selbst diese Regelbeachtet, so hätte jetzt Osnabrück einen großen Mann weniger.
Ich befinde mich jetzt gar nicht wohl; ich habe von einerReise nach 2 Glashütten im Braunschweigischen einen bösenHusten mitgebracht, der mir fast bedenklich ist. Leben Sierecht wohl! ich kann unmöglich weiter schreiben.
Vsloas, moguo muwo äüiKas.
18.
Göttingen, den 25, April 1782.
)^ber wie können Sie, mein liebster Hollenberg, nur einen Au-genblick glauben, daß ich Ihnen böse werden könne, weil Swnicht nach Paris, nach diesem christlichen Gomorrha und zumErbfeinde von uns und England gehen wollen. — Was Sie
') N. Ende, Geheimer Rath, damals in Osnabrück; aus Sach-sen gebürtig.