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Ihre Abbandlungen habe ich alle mit dem größten Vergnü-gen gelesen, ich lerne aus jeder, wie man immer aus Schriftenlernt, die von Selbstdenken herrühren. Ihr schöner Aufsatzüber die Wirkung der Kälte in Hannover (es ist das 4Sste St.des Magazins von. 1789), brillirt recht in meinen Heften, unddie wirklich vortrefflichen Bemerkungen, die er enthält, werdenimmer in meinen Borlesungen genutzt lind geben mir Stoff zumNachdenken.
Bei der Wärmung der Kirchen') ist mir eingefallen, daßvielleicht eine, in den kältesten Monaten ununterbrocheneErwärmung, wie in den Gewächshäusern, im Ganzen und ver-glichen mit der Hauptabsicht nicht so kostbar sein möchte als dieunterbrochene, die sich doch wohl schon den Freitag anfangenmüßte. Ein mäßiges Feuer, beständig unterhalten und nur anden Hanpttagen etwas verstärkt, würde mehr thun als ein star-kes, das plötzlich angezündet würde, das den Nahesitzenden lästigund den Entfernten unmerklich sein würde. Doch getraue ichmir nicht, hierüber zu entscheiden. Röhren am Fußboden wiein den Gewächshäusern scheinen mir vorzüglich gut. Ein er-wärmter Boden erwärmt die Lust leicht, allein eine selbst heißeLust hat nur wenig Einfluß auf einen kalten Boden. — Bondem Darmstädtischen Erercierhause besitze ich einen Riß, den ichjedoch nicht auffinden kann: Ist Ihnen mit einer Nachricht vonder Heizung jenes Hauses gedient, so kann ich sie Ihnen leichtverschaffen. Ich bin ein varmst-uünus von Geburt, und eskönnte leicht sein, daß ich, wo nicht unter den Feuerbötern,doch unter den Holzlieferanten irgend einen Herrn Vetter hätte.
') Ebell'S Aufsatz: Warum heizen wir unsereKirchen nicht? NeuesHannoversches Magazin, 17S2, Stück 72 und 72.