Druckschrift 
1 (1846)
Entstehung
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40.

Auf dem Garten den 27stm April 1796.

Mein lieber Dieter ich!

^^einen freundichasrsvollen Brief habe ich am vergangenenSonntage auf dem Garten erhalten und mit großer Rübrungin der Stube gelesen, in welcher wir bisher so manchen Sonn-tag Nachmittag vergnügt zugebracht haben. Ich glaubte, Duwärest gegenwärtig. So wie er, nach meiner Überzeugung, vonHerzen geschrieben war, so kannst Du mir auch glauben, daßer wieder zum Herzen gegangen ist. Aber darin irrst Du, meinlieber, theurcr Freund, wenn Tu glaubst, daß ich nicht an Dichdächte. Es würde Dich gewiß sehr bewegen, wenn ich Dir sa-gen wollte, was ich empfunden habe, als an dem MorgenDeiner Abfahrt der Postillon das Signal gab. Ich verspürenur zu deutlich, daß die Zeit ziemlich schnell heranrückt, wo wiruns zum letztenmale sehen werden; ich werde mich wohl zuerstentfernen. Doch das ist genug getrauert für einen so herr-lichen Tag, wie der heutige. Das Übrige wollen wir auf einenWinterabend, etwa von 1809 versparen, der für uns beide, wieich glaube, ein ganz sonderbarer Winter sein wird. Nun meineGeschichte:

Sobald Du nicht mehr unterwegs wärest, wurde, wie bil-lig, das Wetter zusehends besser. Ich faßte also den Entschlußnoch nach dem Garten zu gehen, wohin ich auch Freitags Abendsum halb 9, in der Stromeyerschen Kutsche, unter Abfeu-rung von 2 bis 3 unangenehmen Gesichtern, die eine gewissePerson immer für diese Feierlichkeit parat hält, glücklich abfuhr.Die Tage waren alle vortrefflich, an jedem habe ich die Sonne