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4 (1855) Deutschland. Atta Troll. Romanzero. Neueste Gedichte
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Da liegt das alte Kaiser-Ornat,

Verblichen purpurner Plunder,

Die Garderobe des deutschen Reichs,

Verrostet, vermodert jetzunder.

Die Schaffnerin schüttelt wehmiithig das Haupt,Bei diesem Anblick, doch plötzlichMit Widerwillen ruft sie aus:

Das Alles stinkt entsetzlich!

Das Alles stinkt nach Mäusedreck,

Das ist verfault und verschimmelt,

Und in dem stolzen LumpenkramDas Ungeziefer wimmelt.

Wahrhaftig, auf diesem Hermelin,Dem Krönungsmantel, dem alten,

Haben die Katzen des RömerquartiersIhr Wochenbett gehalten.

Da Hilst kein Ausklopsen! Daß Gott sich erbarm'Des künftigen Kaisers! Mit FlöhenWird ihn der Kronungsmantel gewißAus Lebenszeit versehen.

Und wisset, wenn es den Kaiser juckt,So müssen die Völker sich kratzen

O Deutsche! Ich fürchte die fürstlichen Flöh',Die kosten Euch manchen Batzen.

Jedoch wozu noch Kaiser und Flöh'?

Verrostet ist und vermodertDas alte Costum Die neue ZeitAuch neue Röcke fodert.

Mit Recht sprach auch der deutsche PoetZum Rothbart im Kyffhäuser:

Betracht' ich die Sache ganz genau.

So brauchen wir gar keinen Kaiser!"

Doch wollt Ihr durchaus ein Kaiserthum,

Wollt Ihr einen Kaiser küren,

Ihr lieben Deutschen! laßt Euch nichtVon Geist und Ruhm verführen.