Druckschrift 
4 (1855) Deutschland. Atta Troll. Romanzero. Neueste Gedichte
Entstehung
Seite
341
Einzelbild herunterladen
 

341

Jeder sieht sie an gerührt,

Und die Büchse klingelirt;Von geheimen VaterhändenFließen ihnen reiche SpendenO, die hübschen Waisenkinder!

Frauen, die gefühlvoll sind,

Küssen manchem armen KindSein Rotznäschen und sein Schnütchcn,Schenken ihm ein ZuckerdiitchenO, die hübschen Waisenkinder!

Schmuhlchen wirst verschämten BlicksEinen Thaler in die Büchs

Denn er hat ein Herzund heiterSchleppt er seinen Zwergsack weiter.O, die hübschen Waisenkinder!

Einen goldnen Louisd'orGiebt ein frommer Herr; zuvorGuckt er in die Himmelshöhe,

Ob der liebe Gott ihn sähe?

O, die hübschen Waisenkinder!

Litzenbrüder, Arbeitsstil!',Hausknecht', Küper, feiern heut;Werden manche Flasche leerenAuf das Wohlsein dieser GörenO, die hübschen Waisenkinder!

Schutzgöttin HammoniaFolgt dem Zug incognita,

Stolz bewegt sie die enormenMassen ihrer hintern FormenO, die hübschen Waisenkinder!

Vor dem Thor, auf grünem Feld,Rauscht Musik im höhen Zelt,Das bewimpelt und bcflittert;

Dorten werden abgefüttertDiese hübschen Waisenkinder.

vi!»