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4 (1855) Deutschland. Atta Troll. Romanzero. Neueste Gedichte
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Daß sie mir streichle die feine Haut,

Denn ich bin eines Käfers Braut.

Wahrhaftig, ich mach' eine große Partie;

Viel schöneren Käfer gab es nie.

Sein Rücken ist eine wahre Pracht;

Da flammt der Rubin, da glänzt der Smaragd.

Sein Bauch ist gülden, hat noble Züge;Vor Neid wird bersten gar manche Schmeißfliege.

Spute dich, Meuchen, und frisir' mich,Und schnüre die Taille und parfümir' mich;

Reib' mich mit Rosenessenzen, und gießeLavendelöl auf meine Füße,

Damit ich gar nicht stinken ihn',

Wenn ich in des Bräut'gams Armen ruh'.

Schon flirren heran die blauen Libellen,Und huldigen mir als Ehrcnmamsellen.

Sie winden mir in den JungfernkranzDie weiße Blüthe der Pomeranz'.

Viel Musikanten sind eingeladen.

Auch Sängerinnen, vornehme Cicaden.

Rohrdommel und Horniß, Bremse und Hummel,Die sollen trompeten und schlagen die Trummcl;

Die sollen aufspielen^zum Hochzeitfest

Schon kommen die bunt beflügelten Gast',

Schon kommt die Familie, geputzt und munter;Gemeine Jnsecten sind viele darunter.

Heuschrecken und Wespen, Muhmen und Basen,Sie kommen heran Die Trompeten blasen.

Der Pastor Maulwurf im schwarzen Ornat,Da kommt er gleichfalls es ist schon spat.

Die Glocken läuten, bim-bam, bim-bam

Wo bleibt mein liebster Bräutigam?

Heine, IV, DU