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Hörte er dm Dichter singen.
Schwoll dem Mohren gleich die GalleUnd der Lieder Süße wurdeBittre Mermuth für den Ncidhart.
Er verlockte den VerhaßtenNächtlich in sein Haus, erschlug ihnDorten und vergrub den LeichnamHinterm Hause in dem Garten.
Aber siehe! aus dem Boden,
Wo die Leiche eingescharrt war.
Wuchs hervor ein FeigenbaumVon der wunderbarsten Schönheit.
Seine Frucht war seltsam länglichUnd von seltsam würz'ger Süße;Wer davon genoß, versankIn ein träumerisch Entzücken.
In dem Volke ging darüberViel Gerede und Gemunkel,
Das am End zu den erlauchtenOhren des Chalifen kam.
Dieser prüfte eigenzllngigJenes Feigenphänomen,
Und ernannte eine strengeUntersuchungscommission.
Man verfuhr summarisch. SechzigBambushiebe auf die SohlenGab man gleich dem Herrn des Baumes,Welcher eingestand die Unthat.
Darauf riß man auch den BaumMit den Wurzeln aus dem Boden,Und zum Vorschein kam die LeicheDes erschlagenen Gabirol.
Diese ward mit Pomp bestattetUnd betrauert von den Brüdern;An demselben Tage henkteMan den Mohren zu Corduba.