Caput XXIII.
Ans dem Spuk der HercnwirthschaftSteigen wir in's Thal herunter;Unsre Füße fassen wiederBoden in dem Positiven.
Fort, Gespenster! Nachtgesichte.Luftgebildc! Fieberträume!Wir beschäft'gen uns vernünftigWieder mit dem Atta Troll.
In der Höhle, bei den JungenLiegt der Alte, und er schläft,Mit dem Schnarchen des Gerechten;Endlich wacht er gähnend aus.
Neben ihm hockt Junker Einohr,Und er kratzt sich an dem KopfeWie ein Dichter, der den Reim sucht;Auch scandirt er an den Tatzen.
Gleichfalls an des Vaters Seite,Liegen träumend auf dem Rücken,Uuschuldrein, vierfiiß'ge Lilien,
Atta Troll's geliebte Töchter.
Welche zärtliche GedankenSchmachten in der BlllthenseeleDieser weißen Bärenjungfrau'n?Thränenseucht sind ihre Blicke.
Ganz besonders scheint die JüngsteTiefbewegt. In ihrem HerzenFühlt sie schon ein sel'ges Jucken,Ahndet sie die Macht Cupido's.
Ja, der Pfeil des kleinen GottesIst ihr durch den Pelz gedrungen.Als sie Ihn erblickt — O Himmel,Den sie liebt, der ist ein Mensch!