Wie der Kräuterdust im ZimmerMich gepeinigt! Schmerzlich grübelndSann ich nach, wo ich dergleichenSchon gerochen? Sann vergebens.
Wie der Windzug im KamineMich geängstigt! Klang wie AechzenVon getrocknet armen Seelen —Schienen wohlbekannte Stimmen.
Könnt' nicht schlafen. Blinzelnd schaut' ichNach der Her', die am Kamin saßUnd den Oberleib des Sohnes,
Den sie ebenfalls entkleidet.
Auf dem Schooß hielt. Ihr zur Seite,Aufrecht, stand der dicke Mops,
Und in seinen VorderpfotenHielt er sehr geschickt ein Töpfchen.
Aus dem Töpfchen nahm UrakaRothes Fett, bestrich damitIhres Sohnes Brust und Rippen,Rieb sie hastig, zitternd hastig.
Und derweil sie rieb und salbte,Summte sie ein Wicgenliedchen,Näselnd sein; dazwischen seltsamKnisterten des Heerdes Flammen.
Wie ein Leichnam, gelb und knöchern,Lag der Sohn im Schoost' der Mutter;Todestraurig, weit geöffnetStarren seine bleichen Augen.
Ist er wirklich ein Vcrstorb'ner,Dem die Mutterliebe nächtlichMit der stärksten HexensalbeEin verzaubert Leben einreibt?
Wunderlicher Fieberhalbschlaf!Wo die Glieder bleiern müdeWie gebunden, und die SinneUebcrreizt und gräßlich wach!