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4 (1855) Deutschland. Atta Troll. Romanzero. Neueste Gedichte
Entstehung
Seite
62
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Die Zukunft Deutschlands erblickst du hierGleich wogenden Phantasmen,

Doch schaudre nicht, wenn aus dem WustAussteigen die Miasmen!"

Sie sprach's und lachte sonderbar.

Ich aber ließ mich nicht schrecken.

Neugierig eilte ich den KopfIn die furchtbare Rundung zu stecken.

Was ich gcsehn, vcrrathe ich nicht,

Ich habe z» schweigen versprochen,

Erlaubt ist mir zu sagen kaum,

O Gott! waS ich gerochen!

Ich denke mit Widerwillen nochAn jene schnöden, verfluchtenVorspielgcrüche, das schien ein GemischVon altem Kohl und Juchten.

Entsetzlich waren die Dufte, o Gott!

Die sich nachher erHuben ;

Es war als fegte man den MistAus sechs und dreißig Gruben»

Ich weiß wohl was Saint-Just gesagtWeiland im Wohlfahrtsausschuß:

Man heile die große Krankheit nichtMit Rosenöl und Moschus

Doch dieser deutsche Znkunstsdust

Mocht alles überragen

Was meine Nase je geahnt

Ich könnt es nicht länger ertragen

Mir schwanden die Sinne, und als ich ausschlugDie Augen, saß ich an der SeiteDer Göttin noch immer, es lehnte mein HauptAn ihre Brust, die breite.

Es blitzte ihr Blick, es glühte ihr Mund,Es zuckten die Nüstern der Nase,

Bachantisch umschlang sie den Dichter und sangMit schauerlich wilder Ertase: