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4 (1855) Deutschland. Atta Troll. Romanzero. Neueste Gedichte
Entstehung
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Wir fuhren durch Miihlheim. Die Stadt ist nett.Die Menschen still und fleißig.

War dort zuletzt im Monat MaiDes Jahres Ein und dreißig.

Damals stand alles im BliithenschmuckUnd die Sonnenlichter lachten.

Die Vögel sangen sehnsnchtvoll,

Und die Menschen hofften und dachten

Sie dachten:Die magere RitterschaftWird bald von hinnen reisen,

Und der AbschicdStrunk wird ihnen kredenztAus langen Flaschen von Eisen!

Und die Freiheit kommt mit Spiel und Tanz,Mit der Fahne, der weiß-blau-rothen;

Vielleicht holt sie sogar aus dem GrabDen Bonaparte, den Tobten!"

Ach Gott! die Ritter sind immer noch hier.Und manche dieser Gäuche,

Die spindeldürre gekommen in's Land,Die haben jetzt dicke Bäuche.

Die blassen Canaillen, die ausgesehnWie Liebe, Glauben und Hoffen,

Sie haben seitdem in unserm WeinSich rothe Nasen gesoffen

Und die Freiheit hat sich den Fuß verrenkt.Kann nicht mehr springen und stürmen;Die Trikolore in ParisSchaut traurig herab von den Thürmcn.

Der Kaiser ist auserstanden seitdem.

Doch die englischen Würmer habenAus ihm einen stillen Mann gemacht.

Und er ließ sich wieder begraben.

Hab' selber sein Leichenbegängniß gesehn,Ich sah den goldenen WagenUnd die goldenen Siegesgöttinnen draus.Die den goldenen Sarg getragen.

Heine. IV. 9