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4 (1855) Deutschland. Atta Troll. Romanzero. Neueste Gedichte
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Ich wandelte lange den Pfeilern entlangUnd hörte nur die TritteVon meinem Begleiter, er folgte mirAuch hier bei jedem Schritte. .

Wir kamen endlich zu einem Ort,Wo funkelnde KerzenhelleUnd blitzendes Gold und Edelstein;Das war die Drei-Königs-Kapelle.

Die heil'gen Drei Könige jedoch.

Die sonst so still dort lagen,

O Wunder! sie saßen aufrecht jetztAuf ihren Sarkophagen.

Drei Todtengerippe, phantastisch geputzt.Mit Kronen auf den elendenVergilbten Schädeln, sie trugen auchDas Zepter in knöchernen Händen.

Wie Hampelmänner bewegten sieDie längstverstorbenen Knochen;

Die haben nach Moder und zugleichNach Weihrauchduft gerochen.

Der Eine bewegte sogar den MundUnd hielt eine Rede, sehr lange;

Er setzte mir auseinander warumEr meinen Respekt verlange.

Zuerst weil er ein Todter sei,Und zweitens weil er ein König,Und drittens weil er ein Heil'ger sei,Das alles rührte mich wenig.

Ich gab ihm zur Antwort lachenden Muths:Vergebens ist deine Bemühung!

Ich sehe, daß du der VergangenheitGehörst in jeder Beziehung.

Fort! fort von hier! im tiefen Grab,Ist Eure natürliche Stelle.

Das Leben nimmt jetzt in BeschlagDie Schätze dieser Kapelle.