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4 (1855) Deutschland. Atta Troll. Romanzero. Neueste Gedichte
Entstehung
Seite
VI
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lerci sind. Pflanzt die schwarz-roth-goldne Fahne auf die Höhe des deutschenGedankens, macht sie zur Standarte des freien Menschthums, und ich willmein bestes Herzblut für sie hingeben. Beruhigt Euch, ich liebe das Vater-land eben so sehr wie Ihr. Wegen dieser Liebe habe ich dreizehn Lebensjahreim Erile verlebt, und wegen eben dieser Liebe kehre ich wieder zurück in's Exil,vielleicht für immer, jedenfalls ohne zu flennen, oder eine schiefmäulige Dul-dergrimasse zu schneiden. Ich bin der Freund der Franzosen, wie ich der Freundaller Menschen bin, wenn sie vernünftig und gut sind, und weil ich selber nichtso dumm oder so schlecht bin, als daß ich wünschen sollte, daß meine Deutschenund die Franzosen, die beiden auscrwähltcn Völker der Humanität, sich dieHälse brächen zum Besten von England und Rußland und zur Schadenfreudealler Junker und Pfaffen dieses Erdballs. Seid ruhig, ich werde den Rheinnimmermehr den Franzosen abtreten, schon aus dem ganz einfachen Grunde:weil mir der Rhein gehört. Ja, mir gehört er, durch unveräußerliches Ge-burtSrecht, ich bin des freien Rheins noch weit freierer Sohn, an seinem Uferstand meine Wiege, und ich sehe gar nicht ein, warum der Rhein irgend einemAndern gehören soll als den Landeskindern. Elsaß und Lothringen kann ichfreilich dem deutschen Reiche nicht so leicht einverleiben wie Ihr es thut, denndie Leute in jenen Landen hängen fest an Frankreich wegen der Rechte, die siedurch die französische Staatsumwälzung gewonnen, wegen jener Glcichheits-gesctze und freien Jnstituzionen, die dem bürgerlichen Gemüthe sehr angenehmsind, aber dem Magen der großen Menge dennoch Vieles zu wünschen übriglassen. Indessen, die Elsasscr und Lothringer werden sich wieder an Deutsch-land anschließen, wenn wir das vollenden, was die Franzosen begonnen haben,wenn wir diese überflügeln in der That, wie wir es schon gethan im Gedanken,wenn wir uns bis zu den letzten Folgerungen desselben emporschwingen, wennwir die Dicnstbarkcit bis in ihrem letzten Schlupfwinkel, dem Himmel, zerstö-ren, wenn wir den Gott, der auf Erden im Menschen wohnt, aus seiner Er-niedrigung retten, wenn wir die Erlöser Gottes werden, wenn wir das arme,glückcntcrbte Volk und den verhöhnten Genius und die geschändete Schönheitwieder in ihre Würde einsetzen, wie unsere großen Meister gesagt und gesun-gen, und wie wir es wollen, wir, die Jünger ja, nicht blos Elsaß undLothringen, sondern ganz Frankreich wird uns alsdann zufallen, ganz Europa,die ganze Welt die ganze Welt wird deutsch werden! Von dieser Sendungund Universalherrschaft Deutschlands träume ich oft wenn ich unter Eichenwandle. Das ist mein Patriotismus.

Ich werde in einem nächsten Buche auf dieses Thema zurückkommen, mitletzter Entschlossenheit, mit strenger Rücksichtslosigkeit, jedenfalls mit Loyalität.Den entschiedensten Widerspruch werde ich zu achten wissen, wenn er aus einerUeberzeugung hervorgeht. Selbst der rohesten Feindseligkeit will ich alsdann