1006
P y r o m e t e r.
sers, so dafs der messingne Theil, den man an der hölzernenUmgebung hält, mindestens bis zur Siedehitze gelangt undalso alle Feuchtigkeit entweichen muls, entfernt die Lampeund steckt den unterdefs in Bereitschaft gesetzten hohlen Cy-linder mnop auf, wodurch das allmälig abgekühlte Sphäroidmit völlig trockner Luft angeiüllt wird; ja man kann diesesehr leichte Operation mehrmals wiederholen , falls man fürch-tet, dafs das erhitzte Sphäroid das erstemal noch mit Dampfgefüllt gewesen sey, der sich bei der Abkühlung wieder nie-dergeschlagen habe. Ist man von der völligen Austrocknungversichert, so schraubt man das Späroid A los, schraubt dasHütchen darauf, und der Apparat ist dann zum Versuche fer-tig, welcher zwar einfach so angestellt werden kann, dafsman das Pyrometer der zu messenden Ilitze aussetzt, besseraber ist folgendes Verfahren, insbesondere, wenn es sich umFig.sehr hohe Temperaturen handelt. Ein Graphittiegel MN von"der Gröfse, die sich zur Aufnahme des Sphäroids eignet undin welchem dasselbe freien Spielraum hat, ist in einem massiveneisernen, zurVerhütung des Verbrennens mit Thon beschlagenenHinge ab befestigt, welcher letztere an der massiven eisernenStange bc festsitzt, deren Länge hinreicht, um den Tiegel mitten
180 .
in die stärkste Hitze zu bringen.
Ueber derOefrnung des Tiegels
o o
liegt
den Rand hervorragende Deckel P
Will man Tie-
höchsten Hitzegrade
der nur wenig über
so lose , dafs er leicht und schnell herabfällt,gel und Deckel noch obendrein für diemit einer sehr feuerfesten Thonmasse beschlagen , so ist die-ses dann noch von gröfserem Nutzen, wenn man das Zer-springen oder Zusammensintern des Tiegels fürchtet. Sobaldder Apparat der Ilitze so lange ausgesetzt war, als erfordertwurde , ihm selbst die zu messende Temperatur mitzutheilenund die im Sphäroide eingeschlossene Luft gehörig auszudeh-nen, wobei die mehr elastische durch die nicht luftdicht schlie-fsende Schraube entweicht, so nimmt man ihn rasch aus demFeuer, wirft so schnell als möglich, und ohne zur AbkühlungZeit zu lassen, den Deckel herab, das Sphäroid A aber inein bereit stehendes Gefäfs mit destillirtem oder nur mit Re-genwasser. Bei der Abkühlung dringt das Wasser durch diefeinen Canäle der Schraube in den innern Raum, ohne dafsdie noch übrige Luft entweichen kann, weil sich die Spitzesogleich nach unten senkt; man nimmt dann, wenn das Wasser