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Metall selbst siedet. Dio atmosphärische Luft (wie die per-manenten Gasarten überhaupt) verändert ihren Aggregatzustandbei den gröbsten bekannten Hitzegraden nicht, und da ihreAusdehnung den Wärmezunahmen stets proportional bleibt, soist sie hiernach der geeignetste Körper, um als Mafs willkür-lich hoher Wärmegrade zu dienen; allein da ein gegebenes,den Einwirkungen der Wärme auszusetzendes Volumen der-selben allezeit durch einen andern festen oder flüssigen Kör-per eingeschlossen seyn mufs, die gleichzeitige Einwirkungder Wärme auf diesen letztem aber nicht zu umgehn ist, sohat man früher auf ihre Benutzung zu pyrometrischen Werk-zeugen ear nicht Bedacht genommen, und blofs in den neue-sten Zeiten hat es die weit fortgeschrittene Technik möglichgemacht, dieselbe für diesen Z.weck zu benutzen.
Die altern sogenannten Pyrometer, z. B. von Mussciiest-buoek, Ellicot, Moutoieu, Smeatos u. a. , bestehn ins-gesammt aus metallnen Stangen, und dienen nicht sowohl dazu,die Wärme, als vielmehr die Ausdehnung jener Metalle durchdiese zu messen , verdienen also ihren Namen durchaus nicht.Eben daher sind sie bei der Untersucbunn über die Ausdeh-
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nung der Metalle bereits beschrieben worden 1 2 und können da-her hier füglich übergangen werden.
Bei der grofsen Wichtigkeit, verschiedene höhere Gradeder Hitze, z. ß. die Schmelzpuncte der meisten Metalle , diezum Roth - und Weifsglühn, zum Brennen des Porzellans u. s.w.erforderlichen Temperaturen kennen zu lernen, versprach imJahre 1782 die Ankündigung Wedgwood’s 2 einen grofsenGewinn, als derselbe eine eigenthiimliche Thonart aufcefundenzu haben versicherte, mittelst deren die höchsten erreichba-ren Hitzgrade gemessen werden könnten. Früher hatte der-selbe versucht, die Intensitäten des Feuers aus den Farbenver-änderungen zu bestimmen, W'elche dasselbe in Mischungen ausEisenoxyd und Thon hervorbringt, ohne jedoch hierdurch ein
1 S. Art. Ausdehnung Bd. I. S. 560. Yergl. TF'drme.
2 Phil. Trans. T. LXXIl. p. 805., übers, im Journ. de phys. T,XXX. p. 299. Beschreibung und Gebrauch eines Werkzeugs hoheHitzegrade zu messen u. s \v. von J. Wedgwood. Aus d. Engl. Loiul.1786. Schon Moktimeb änfserte 1744, dafs grofse Hitzegrade durchZusammenziehung von PfcifenUion mefsbar seyn müfsten. Phil. Trans.T. XLIY. p. 672.