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Polarisation des Lichts.
durch beide Oeffnungen zwei entgegengesetzt polarisirte Strahlen.Unter diesen vier Strahlen konnte erstlich die Einwirkung der bei-den gewöhnlich gebrochenen und so auch die Einwirkung der bei-den ungewöhnlich gebrochenen Strahlen auf einander untersuchtwerden, und da jene zwei gleiche Aenderungen erlitten hatten undeine eben solche Gleichheit für die letzteren zwei statt fand, somufsten die Farbenstreifen sich völlig so um die Mitte des Zwi-schenraums zwischen den Spalten darstellen, wie bei gewöhn-lichem Lichte, und dieses fand auch wirklich statt. Aber ne-ben jenen auf die Mitte fallenden Farbenstreifen durch dieInterferenz beider Systeme gleich polarisirter Strahlen hättenauch zweitens die entgegengesetzt polarisirten Strahlen Farben-streifen , und zwar seitwärts liegende, hervorbringen sollen.Diese Farbenstreifen mufsten desto mehr seitwärts liegen, jedicker die Gypsplatte war, indem das Zusammentreffen glei-cher Undulationen wegen der innerhalb des Gypses erlangtenungleichen Geschwindigkeiten nicht mehr bei durchlaufenengleichen Wegen statt finden konnte, sondern bei desto mehrungleichen Wegen, je länger die mit ungleichen Geschwin-digkeiten durchlaufene« Wege waren. Diese seitwärts liegen-den Farbenstreifen zeigten sich aber nicht, und selbst dannnicht, wenn die Gypsplatte so dünn war, dafs sie gewifs nichtzu weit von der Mitte hätten erscheinen müssen ; man durftealso schliefsen, dafs die Einwirkung entgegengesetzt polarisir-ter Strahlen auf einander keine Interferenz-Erscheinungen be-wirke. Diese Ueberzeugung wurde noch durch folgenden Ver-such bestärkt. Man zerschnitt die Gypsplatte und liefs daseine Stück die eine Oeffnung, das andre Stück die andre Oeff-nung in der Kupferscheibe bedecken. Waren nun diese Stückein einer Ebene, aber so gelegt, dafs das eine rechtwinkliggegen die Lage war, die es vorhin in Verbindung mit demandern Stücke gehabt hatte, so war der durch das eine Stückgewöhnlich gebrochene Strahl in derselben Richtung polarisirt,' wie der durch das andre Stück ungewöhnlich gebrocheneStrahl, und die beiden Strahlen, welche (wegen der gleichenDicke) gleiche W^ege mit gleichen Geschwindigkeiten durch-laufen hatten, das ist beide gewöhnlich gebrochene Strahlen,waren entgegengesetzt polarisirt, und ebenso beide ungewöhn-lich gebrochene. Diese hätten wegen der Gleichheit der aufgleichen "Wegen vollendeten Undulationen noch immer ihre
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