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das Besitzende zu verlieren in Gefahr bringen,indem wir nach etwas Ungewissem haschen, wo-hin nns eine dunkle Sehnsucht treibt. Aber esist eine Schwäche des Menschen, daß er immerdas begehrt, was ihm nicht gewährt ist; undMode ist es, Dramen und Trauerspiele zu schrei-ben. Das Vcrsemachen ist leider so allgemeingeworden, daß alles Interesse daran aufhört;Melpomene wird nur herauf beschworen, ohnezu bedenken, daß es viel leichter ist, etwas zuschreiben, was wie ein Gedicht aussieht und wohl-klingend sich anhört, als was auch nur für einTranerspiel scheinbar passiren könnte. Von demGenius spreche ich nicht, denn ein echtes Gedicht,ein schönes Lied ist eben so unsterblich als einmeisterhaftes Trauerspiel.
Uebrigens bekennen wir gern, daß auch Hrn.Heine'S Tragödien sich in schöner Sprache leichtbewegen, und angenehm mit gesteigertem Inter-esse lesen lassen; nur sind es, wie gesagt eben