Druckschrift 
2 (1861)
Entstehung
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biedere Ehrlichkeit und anspruchslose Tüchtigkeitseiner Bewohner kennen lernen will.

Es wird mir gewiß recht viel Vergnügenmachen, wenn ich, wie Sie mir schreiben, durchMittheilnngen aus der Residenz mir so viele liebeMenschen verpflichte. Ich habe mir gleich beimEmpfang Ihres Briefes Papier und Feder zu-recht gelegt. An Notizen fehlt es nicht, und ichbin nur noch im Nachsinnen begriffen über dieLösung der Frage: Was soll ich nicht schreiben?d. h. was wissen Sie, was wüßten Sie gern undwas ist Ihnen zu wissen nöthig?

Ferner gilt es die Aufgabe: inulturn, abernicht wultn zu schreiben. Was Sie in den ver-schiedenen Correspondenzartikeln von hieraus inden Journalen, Zeitungen und Zeitschriften lesen,und was die gewöhnlichen Hebel der Briefschrei-berthätigkeit ist, darüber gehe ich aus dem Grundehinweg, weil Ihnen dasselbe durch jene Correspon-denzfedern bekannt ist. Doch ich werde mich ein-