Pistoya, Padua, Rimini, Pesaro, Viterbo -c. siedelten sich sogar zuCaffa im Taurischcn Chcrsoncs fest. Spater gcricth jedoch der Or-den so sehr in Abnahme, daß Papst Jnnoccnz der X. im I. 1650ihn völlig aufhob. Dieser Orden hat gewichtige und berühmteManner aufzuweisen, wie seinen General Stephan Palma, seinePrediger Cherubino Cerbelloni und Paolo Costa, seineSchriftsteller Peregrino Scoti; G. B. Pori; Hier. Cava-lieri; I. B. Ladriani usid Gregorio Bitio. Seine Kloster-kirche zu Genua hat das Bildniß Christi, welches Christus selbstdem König Abgarus geschickt haben soll.
Im Jahr 1328 wurde vom Papst Johann XXII. der Domi-nicaner Domenico di Bologna zum Bischof von Maraga ge-weiht und nach Armenien gesendet, um Schismatiker zu bekehren.Domenico haute für sich und seine Getreuen ein Sommcrkloster aufdie Spitze eines Hohen Berges und ließ ein zweites für den Winteram Fuße des Berges in die Felsen hauen. Sein exemplarisches Le-ben und die Glut seiner Predigten bekehrten Unzählige zu der rö-misch-katholischen Lehre.
Der Wartabied und Superior eines Klosters zu Erivan, derberühmte Nsaac, sendete Johann den hochgeachteten Wartabiedund Superior des Klosters von Chcrna, einen Neffen des FürstenGeorg von Cherna, an Pater Domenico, um zu erfahren, worindenn eigentlich seine Lehren beständen. Der Bercdtsamkcit des Do-minicaners gelang es, nicht nur den Johann uno Jsaac, sondernviele Wartabicde des Landes ringsumher zur römisch-katholischenLehre zu bekehren, und 1330 war des Papstes Oberhoheit von Bolkund Prälaten anerkannt. Zu weiterer Verbreitung des katholischenGlaubens und Reinigung der Basilischen Regeln, stiftete der War-tabied Johann ein Kloster unter dem Namen der VereinigtenBrüder des heil. Georgs des Erleuchters. HDieser Heiligewar der eigentliche Apostel der Armenier gewesen). Aber bald ent-sagte er wieder der Basilischen Lehre, ging mit allen seinen Mün-chen zu den Satzungen des h. Augustin über, nahm ebenfalls denHabit der Layenbrüder der Dominicaner, und das vierte Gelübdedes unbedingten Gehorsams gegen den Papst an. Dieser Ordenbreitete sich schnell und weit aus über Armenien und Georgien, be-schrankte sich aber nack den Eroberungen der Türken und Perserauf die einzige Provinz Naksirvan in Groß-Armenien, und wurdewegen seiner zunehmenden Verlassenheit und Armuth von Papst Jn-nvcenz VI. dem Dominicanerorden als dessen 34tc Provinz Naksir-van förmlich einverleibt.