Vorrede.
ür und gegen Mönche und Klosterwescn ist Alles längst tau-sendfältig gesagt. Große Bibliotheken könnte man mit Apologien,Spottschriften und polemischen Büchern über die Streitfrage allerZeiten und Nationen füllen. Die Zahl derselben vermehren zu wol-len, kann unmöglich meine Absicht sein.
Ich schreibe nicht für Griechen, nicht für Katholiken und nichtfür eine der scchszig Sekten der protestantischen Kirche. Ich habeversucht für Alle, welche, ohne gelehrt zu sein, um die Erscheinun-gen der Vergangenheit und Gegenwart sich bekümmern, ein einfachhistorisch belehrendes und unterhaltendes Skizzenbuch über Mönch-thum und Klosterwcsen zu liefern.
Populär glaubte ich über dieses Thema sprechen zu dürfen unddabei nur von dem historischen Standpunkt ausgehen zu müssen,weil es bisher durch allzutiefe Gelehrsamkeit und beißende Polemikin Nebel und Qualm gehüllt, der Mehrzahl so ziemlich ein ganzunbekanntes Feld geblieben ist.
Dennoch war es für Alle stets von hohem Interesse und ist inunserer Zeit wieder von doppelter Wichtigkeit geworden.
Bei dem ersten Religionsunterricht hörten wir Alle viele garwunderbare, schwer zu erklärende und niemals ganz deutlich gewor-dene Dinge über Mönche und Klöster von den Zeiten der Märtyreran bis in das späteste Mittelalter.
. Wir lasen dann in Romanen und Journalen die glühenstenLobreden, die beißensten Verdammungsurtheile, die buntesten Sagenund Meinungen über Jesuiten, Dominikaner und mancherlei andereMönche und Nonnen.
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