Materie.
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organischen belebten Wesen zu erzeugen vermochten, oder obund in welchem Umfange die einzelnen Gattungen und Arteneiner besondern Schöpfung bedurften, werden vielleicht fürimmer im Dunkeln bleiben 1 .
30) Im genauesten Zusammenhänge mit diesen Betrach-tungen stehn die wiederholt aufgestellten Behauptungen vondem Uebergange einfacher Stoffe in andere. Als in frühemZeiten der Unterschied zwischen einfachen Stoffen und zu-sammengesetzten Materien noch nicht so scharf bestimmt warund man es mit diesen Ausdrücken überall nicht genau nahm,als insbesondere die Theorie von den vier Elementen oder so-genannten Elementarstoffen , die in einander übergehn sollten,in Ansehn stand, konnte diese Frage überhaupt nicht aufge-worfen werden. Zum Theil schon damals und auch später-hin verleitete die Sucht, unedle Metalle in Gold zu ver-wandeln, zu einer Menge kostbarer Versuche, deren viele fürdie Chemie von grofsem Nutzen gewesen sind , mehrere Ge-lehrte vertheidigten die Möglichkeit, welche durch einige Er-fahrungen auch allerdings historisch w’ohl hinlänglich begründetworden ist, einige thaten die Sache durch triigliche Versuche dar 2 ,die gegenwärtig jedoch durch genauere Kenntnifs derselbenihre Beweiskraft verloren haben. Inzwischen kam man schonfrüher zu der Ueberzeuoung, dafs durch Anwendung rein
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chemischer Mittel eine solche .Umwandlung unmöglich sey 3 ,länger aber fand die Hypothese Vertheidiger, dafs unter Mit-wirkung der organischen Thätigkeit und der Lebenskraft Be-standtheile der Pflanzen und Thiere aus dem Wasser oderdurch Umwandlung einfacher Materien in andere erzeugt w’ür-den. Namentlich sollte der Schwefel, der Phosphor, dieKalkerde in den Animalien, der Kohlenstoff, der Kalk unddie Kieselerde in den Vegetabilien auf diese Weise ihren Ur-sprung erhalten, weil jene Substanzen in den Nahrungsmittelnüberall nicht oder in zu geringer Menge vorhanden seyen,
1 Eine Menge interessanter Thatsachen findet man in den lehr-reichen Berichten über die Erzeugung und physische Beschallenheitder Infusorien von Euuehberg, namentlich in G. C. 1 ff.
2 Der bekannte Beireis in Ilelmstädt zeigte in seinen Vorlesun-gen, wie man aus Blei Gold machen könne.
3 Vergl. Lavoisier in Mem. de l’Acad. 1770, 1773 u. 1790.
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