Andere die Theorie und Praxis der tnalhem. Geogr. eie. 213
herum. Der Hand dieser Scheibe ist zur Ilälftc weggeschnitteu,so dass von der nächsten Station das Heliotroplicht alle halbeSecnnden abwechselnd erscheint und verschwindet. Zur Regu-lirung des Umlaufs der Scheibe ist eine Vorrichtung angebracht,und mittels einer Schraube kann der Beobachter das ganzeRäderwerk um eine Axe drehen, so dass das Verdecken undOcfinen des Heliotrops dadurch früher oder später eintritt, wo-bei durch den Mechanismus selbst eine kleine Glocke anschlägt.IVun setzen an einem heitern Tage die Beobachter auf derSternwarte, welche den einen Endpunkt der Stationenreihe ab-giebt, ihre Scheibe so vor dem Heliotrop in Bewegung, dassdie Schläge der Scheibe mit den Schlägen der regulirten Uhrgenau zusammenfallen. Nachher nehmen jene Beobachter denSchirm weg, welcher bisher den Beobachtern auf der zweitenStation das Heliotroplicht entzogen hatte. Diese stellen nungleichfalls ihre Scheibe so ein, dass deren Schläge mit demErscheinen und Verschwinden des Lichts von der ersten Stationgenau zutrctl'en. Ist dies der Fall, so wird auf der zweitenStation der verdeckende Schirm bei Seite gebracht. Vorhergut eingeübte Beobachter werden bereits nach wenigen Minutendas gleichzeitige Verdecken und Freilassen des Heliotroplich-tes durch die Scheiben bewirken können. Sobald jedoch Un-terschiede sich zeigen sollten, so muss mittels des Schirmes dasLicht so lange verdeckt bleiben, bis die genaue Einstellungwieder erfolgt ist. Auf der letzten Station werden die Schlägeder Scheibe mit den Schlägen einer richtig gehenden Uhr ge-nau verglichen. — Egen meint, es sei anzurathen, die roti-renden Scheiben auf der ganzen Stationenreihe etwa alle halbeStunden von neuem einzustellen; ferner könnten hei genauerund geschickter Behandlung die Schläge oder Verdeckungen derScheiben durchaus nicht mehr als höchstens um 4js bis Se-eunden von einander differiren. Der Erfinder dieser neuen Me-thodeglaubt daher, dass man durch eine grössere Reihe von solchenBeobachtungsperioden die Zeit von einem Orte zum andern sehrscharf übertragen könne, mit einer Schärfe nämlich, die wenig-stens zehn Mal so gross sei, als die Genauigkeit der andern imGebrauche seienden Methoden, während das neue Verfahrenauf Strecken von 10 bis 15 Graden blos wenige Tertien der