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2 (1844)
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Astronomische Geographie.

stände vom Meridian und Perpendikel vermeiden könne, ohnedeshalb gezwungen zu sein, für jeden Dreieckspunkt dessengeographische Position zu berechnen seine treffliche Berecli-nungsmethode der geographischen Längen und Breiten aus geo-dätischen Vermessungen mittels geschmeidiger Hilfstafeln be-kannt 1 ). Er gab nämlich eine genaue und bündige Auflösungder so häutige Anwendung findenden Aufgabe: Aus der be-kannten Polhöhe eines Punktes A, aus der auf der geodätischenLinie gemessenen Entfernung eines andern Punktes B von demerstem, und aus dem Winkel dieser Linie mit dem Meridiane vonA die Polhöhe und den Mittagsunterschied von B, so wie denWinkel der geodätischen Linie mit dem Meridiane von B zu finden.— Wie die Vermessungen so berechnet werden können, dassman die Entfernungen aller Punkte derselben von dem Haupt-punkte, auf geodätischen Linien gemessen, so wie auch dieAzimuthc dieser Linien erhält, hatte Bessel bereits einige Jahrefrüher gezeigt 2 ), besonders wie die grossen Fehler zu ver-meiden sind, die man begehen kann, wenn man die Lage der Drei-eckspunkte, wie es fast allgemein üblich war, durch Entfernun-gen vom Meridiane und Perpendikel angiebt. Seine Tafeln wei-chen übrigens in ihrer Einrichtung von andern der Art ab, undkönnen auch im Resultate mit der oft angewandten Dusejour’-schen Berechnungsart nicht ganz übereinstimmen, da die letztere dieEntfernungen und Azimuthe nicht auf die geodätischen Linienbezieht. Bessel’s Tafeln 3 ) geben, wenn die Entfernungennicht grösser als 700000 Toisen sind, die Annäherung einesTausendtheils einer Secunde. Denn da bei’m Gebrauche die-ser trefflichen Ililfstafeln höhere Potenzen der Excenfricifätkeinesweges vernachlässigt werden, so gehen dieselben das Re-sultat so genau, als es die Anzahl ihrer Uecimalstellen erlaubt.Auch ist die Rechnung, welche dies leistet, meistentheils dienämliche, w'elchc unternommen werden muss, sobald man die

1. Astron, Nacltr. No. 86.

2. Astron. Nachr. No. 3 u. 6.

3. Dieselben stehen zu Ende von No. 86. der Astron. Nachr., «#Grün ert’s Elemente der Trigon. 8. Eeipz. 1837. S. 329 u. f., in G. A.Jahn’s Pract. Astron. Thl. II. Berlin. 1835. S. 156 u. f. u. a. 0.