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Astronomische Geographie.
angewandt *). Die Hilfsdreieeke in Hochland wurden mit einem8zoIl. astronomischen Theodoliten von Krtel gemessen, wel-cher nach derselben Methode wie das Universalinstrument an-gewandt ward. Nachher verglich man die, aus den einzelnenSätzen für jeden Winkel erhaltenen, Werthe mit dem Mittelund erhielt so eine neue Bestimmung der Genauigkeit der Mes-sung. Man fand für den mittlern Fehler eines Winkels 0",591,für den wahrscheinlichen 0",397.
Beide Untersuchungen führten zu fast ganz genau gleichenmittlern Fehlern eines Winkels, und zeigten, dass im Mitteldie wirklichen Fehler noch etwas kleiner, als die aus den Ver-gleichungen der verschiedenen Messungen eines Winkels ge-folgerten waren. Diese merkwürdige Uebereinstimmung schienanzudeuten, dass ausser den zufälligen Beobachtungsfehlcrn keineUrsachen constaut nachtheilig auf die Winkelbestimmungen eili-ge wirkt haben. Auch gelangte v. S t ru ve zu der Ansicht, dassman bei gleicher Sorgfalt eine grössere Genauigkeit in klei-nern Dreiecken als in grossem erreiche. Denn nicht Mangelan deutlichem Sehen in grossem Entfernungen sei, weil diese |bei grossem Dreiecken mittels des Gebrauchs der Heliotropeaufgehoben würde, Schuld, sondern ungleiche Beleuchtung undUngenauigkeiten in den Ccntrirungen müssten bei den klei-nern Dreiecken grössere Fehler erzeugen. Man könne alsonichts Anderes anuchmen, als dass kleine Seitenrefractionenexistirlen, die für grössere Gesichtslinien in der Regel wohlbeträchtlicher würden. Dreiecke mit Seiten von 10000 ToisenLänge hält demnach v. Struve für die besten und bequemsten.
Die Messung der Zenithdistanzen der Dreieckspunkte ge-schah mit dem Höhenkreise des Universalinstruments; die Azi-muthalbeobachtungen wurden in Dorpat, Jakobsstadt und Hoch-land angestellt. Die Beobachtungsmethode war dieselbe wiebei terrestrischen Winkeln. Nach der Pendeluhr von Repsoldwurden die andern Uhren immer verglichen. Behufs der Pol-höhen und Amplituden wurden die Beobachtungen zu Jakobsstadt
1. Ga 11 ss Supplementiim theor’me combinatiouis p. 32. Ausführlicherhierüber, so wie über die Genauigkeit des Universalinstrumentes siehe4sfron. Nachr. No. 47 u. 48.