I."2 Astronomische Gegenstände vermischten Inhalts.
LängendifTerenz bestimmt werden soll, gelegen ist. Es wirdhierdurch nicht blos eine doppelte Sehweite erlangt, sondernder Moment der stärksten Flamme wird gleichzeitiger erschei-nen. Dennoch ergiebt sich aus den Versuchen der italienischenAstronomen auf dem Mont Colombier, dass die Beobachtungen in12 Metern und in 100 Metern Distanz von der Explosion keineerkennbare Verschiedenheit darboten l ). Eben so möchte dieUngleichheit, welche von der individuellen Bestiramungskraft desBeobachters abhängt, und über welche Bcsscl 2 ) interessanteVersuche angestellt hat, sich noch innerhalb der Grenzen derGenauigkeit finden, deren diese Art von Längenbestimmungenüberhaupt fähig ist. Man kann die Signale füglich von 5 zu5 Minuten nach Verabredung geben. Die italienischen Astro-nomen, so wie auch v. Zach, hatten Intervalle von 10 Minu-ten gewählt, Augustin bei seiner Längenbestimmung zwischenWien und Raab aber nur 5 Minuten. —
Von den neuern Bestimmungsmethoden der LängenditTeren-zen mittels des Gauss’schcn Heliotrops und der Egen’schenVorrichtung wird im VIII. Theile (dieses Werkes) ausführ-licher die Rede sein.
Methoden, die Zeit und Polhöhe zubestimmen.
Wir kommen jetzt zu den verschiedenen Methoden, welcheim Laufe dieses Jahrhunderts gegeben wurden, um dio Zeit, sowie die Polhöhe, oder auch beide zugleich, aus Beobachtungenherzuleiten. — Gleich im Anfänge des Jahrhunderts ward inder Monatl. Corr. III. S. 124 u. f. gezeigt, wie der Gang einerUhr durch das einfache in der Beobachtung von Fixsternver-schwindungen bestehende Mittel bequem und scharf gefundenwerden könne. 0 Ibers hatte in Ermangelung eines Passagcn-
1. Operatiuns tjcodes. pour la nies, d’un arc . de paralldle moy. Milnn1S27, gr. 4. Tome II. p. 913.
2 . Jstron. Beobachtungen d. Köniysb. Sternwarte,