Geographische Längen - und Brcilenbeslimmungcn. 109
Astronomen v. Za*ch, Bürg und v. Ende gehörig gewürdigt,und daraus manches für die mathematische Geographie des Orientswichtige Resultat hergeleitet. Audi v. 11 c il i g e n s t e i n hatin neuerer Zeit Ortsbestimmungen im Oriente aus den zahlrei-chen Beobachtungen R üpp el’s abgeJeitet 1 j. Beauchamp'sund Seetzen’s Beobachtungen 2 ) in Kleinasien und Arabienklärten das Dunkel jener Gegenden etwas auf; ChoisculGouf-fier’s llcise lieferte nicht minder einige schätzbare hierher ge-hörige Beiträge, und die grosse französische von Aegypten undder angrenzenden Länder ist von ausgedehnter Wichtigkeit.Selbst in Bezug auf Ostindien wurden um die Mitte des zwei-ten Decennium viele gute Ortsbestimmungen bekannt 3 ).
Für Nordamerika lieferte Ferrer eine Menge astronomischerOrtsbestimmungen und fast alles, was inan von der mathemati-schen Geographie der Antillen und den amerikanischen Aequa-torealgegcnden mit Zuverlässigkeit um die Mitte des zweitenDecennium wusste, verdankte man v. llumboldt’s Beobach-tungen und Oltmanns’ lleissigen Rechnungen und kritischenDiscussionen. Für dieselben erhielt bekanntlich Oltmanns imJahre 1812 vom Pariser Nationalinstitut die Lalande’sehel’reismedaille von 600 Francs. Neun Jahre später zeigte Olt-manns auch, wie man Mondsdeclinationcn zu geographischenLängenbestimmungen benutzen könne. Die sehr verdienstlichenastronomisch - geographischen Arbeiten der Spanier Gail ian o,Robredo, Velasquez, Azara und Anderer dürfen ebenfallsnicht unerwähnt bleiben. Wenn die Bereicherungen der mathe-matischen Geographie für die andern Welttheile auch geradenicht so wesentlich wie für Europa und Amerika waren, so lie-ferten doch auch für jene die Seereisen von Marehand, Bau-din, üentrecasteaux und Krusenstcrn manches neueResultat.
1. Aslron. Nadir. III. S. 165 u. f.
2. Monat], Corr. XI. 114 w. XII. S. 126.
3. Xeitsdir. f. Aslron. IV. S. 54 u. f. und 17. S. 332 u. f.