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2 (1844)
Entstehung
Seite
93
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Die Refraction.

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Rede sichenden, wichligcn Frage gelangt. Maskelyncsauf St. Helena obscrvirle Sonnenuntergänge und Vidal’s inMirepoix angestellte Messungen grosser Zenithdistanzen gabenkleinere Uefractioncn als die B rad lcy’schen. Poozobut’sund mehr noch Svanberg’s Beobachtungen in Lappland gabendagegen eine merklich grössere Strahlenbrechung. Wiederumwaren Carlini’s, für Mailand gefundene, Rcfractionen geringerals die B rad lcy’schcn. Bürg hielt demnach die Entwerfungeiner eigcntluimlichen Tafel der Strahlenbrechung für jedeSternwarte für nothwendig.

Zwar machten auch Greenwicher Scheitelabstände desSirius und Antares einen Unterschied zwischen der Strahlen-brechung im Sommer und im Winter nicht unwahrscheinlich.Indessen konnten v. Zach, Delainbre und Biot der Be-hauptung, dass eine aus dem Vorigen sich ergebende Verschie-denheit der mittlern Refraction iin Verhältniss der mittlcrnTemperaturen wahrscheinlich sei. durchaus nicht beistimmen.

Wir kommen jetzt zu andern Bearbeitungen der astro-nomischen Refraction. Ueber den allgemeinen Gebrauch derRefractionstafel Bradley’s sprach sich bereits im Jahro1805 Bürg aus 1 ). — Cnrlini 2 ) construirte mit Zuziehungder Laplace’schen Formeln und mittels vieler, in allen Höhenobservirter, Zenithdistanzen besondere Refractionstafeln fürMailand, die jedoch für kleine Höhen die Strahlenbrechung umetliche Minuten kleiner als Delambre’s Tafeln gaben. Car-1 i n i, der in den Mailänder Ephemeriden eine Rcfractionstheoricaufgestellt, fand übrigens, dass zu Mailand die Strahlenbrechungfür, am nördlichen Himmel genommene, Höhen vergrössert wer-den müsse. Man fragte sich nun damals, ob etwa eine Local-ursache der Grund dieser Anomalie sein könne, da Bradley’sBeobachtungen auf so etwas Abnormes nicht hinwiesen. —Sonst waren Arbeiten über die Strahlenbrechung in den erstenneun bis zehn Jahren dieses Jahrhunderts nicht sehr unter-nommen worden. Für die Theorie erhielt man von Klügeleinen erläuternden Aufsatz.

1. Monntl. Corr. XI. S. 197 u. /.

2. Gehl. Phys. Wort. (n. Ausg.) VIII. S. 1131.