Aberration, Nulalion und Präcession.
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wesentliche Fehler in den Sternorten hervorbringen. Früherhielt man viel auf die Benutzung sehr alter Beobachtungen, unddie meisten Astronomen des vorigen Jahrhunderts leiteten ihrePräcession aus llipparch’s Sternkatalog her. .Später, wo einesorgfältige Iliscussion gezeigt hat, dass der lange Zeitraum diestarken Fehler jener Bestimmungen doch nicht völlig compen-sirt (Delambre bemerkt sehr richtig, man könne aus jenen al-tern Beobachtungen alles Mögliche heraus rechnen, je nachdeminan sich diese oder jene Annahmen erlaube), ist man von die-sem Verfahren sehr zurückgekommen. Alle Astronomen, diesich im gegenwärtigen Jahrhunderte am meisten mit diesen Be-stimmungen beschäftigt haben, 1) e 1 a m b r c, v.Zach, Ho r n s b yTricsnecker, Piazzi, gingeu ungern bis zu Flamstecd,und meistenthcils nur bis zu Mayer und Bradley zurück.Dies mochte wohl vorzüglich Ursache sein, dass im Jahre 1811die Berliner Akademie der Wissenschaften für das Jahr 1813die Preisfrage aufstelltc: G r ii u d 1 i c hc U n t c r s u c h u n g ü b erdie Grösse d c r j ä h r 1 i c h e n F o r l r ü c k u n g der Naolit-gl eichen durch Vergleichung der neuesten Beobachtungenmit den altern, besonders aus der Mitte des vorigen Jahrhun-derts, u. s. w. Bcsscl erhielt am 3. Aug. 1813 den Preis.Nach wiederholten Untersuchungen bestimmte Dclambre seinePräcession auf 50",1 und wollte diese noch vermindern. Ausviererlei Vergleichungen von Dedinationen und geraden Auf-steigungen fand v. Zach 50",054, Tricsnecker 50",16,llornsby 50",07, und eben so aus frühem Untersuchungenl’iazzi 50",05, so dass es schien, als vereinigten sich alleBestimmungen, die beobachtete Präcession zwischen 50",05 und50",15 zu geben. Ganz unerwartet und nicht erwünscht musstees daher allen Astronomen sein, als Piazzi’s neueste Unter-suchungen dieses Element wesentlich vergrösserten, indem erin seinem Libro VI., wo auch ein Katalog von 35 ilauptstcr-nen mit den Differenzen von Maskclyne’s Positionen vor-kommt l ), die Präcession zu 50",21 bestimmt. Es war geradekein Grund vorhanden, diese Bestimmung zu verwerfen, und
1. Munali. Cvrr. XV1. S. 18J.