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Messung durch Pulversignale.
Zerplatzen von Feuerkugeln und hellen Sternschnuppen taugen,von denen die gröfsern eine Höhe erreichen, die sie auf vieleGrade weit sichtbar machen. Wirklich veranlafste die von denersten fleifsigen Beobachtern dieser Erscheinungen, Bkandesund Benzenbeug, wahrgenommene gröfsere Frequenz dersel-ben den Letztem zu dem Vorschläge, sich ihrer zur Längenbe—Stimmung zu bedienen. Dafs aber bei unserer gänzlichen Un-wissenheit über Zeit und Ort eines solchen Ereignisses von kei-ner genauen Beobachtung, viel weniger noch von correspondi-renden Beobachtungen die Rede seyn könne, bedarf keinerErläuterung.
Unter allen Mitteln, ein momentanes, auf weite Entfer-nungen sichtbares Ereignifs hervorzubringen, sind einzig diePulversignale diejenigen, welche sich durch die Erfahrung alsbrauchbar erwiesen haben und die selbst in den neuesten Zeitenmit grofser Genauigkeit angewandt wurden. Sie bestehen indem Losbrennen einer geringen Quantität Schiefspulver in freierLuft des Nachts. Die erste Idee zu solchen Signalen wird demfranzösischen Astronomen Joseimi de Lisle zugeschrieben undGodin wollte sie zur Messung eines Längengrades in Peru be-nutzen. Allein es blieb bei blofsen Vorschlägen, bis im Jahre1740 Cassini III. und La Caille den Längenunterschied desBerges St. Victoire bei Aix in der Provence und eine Höhe beiCette im Languedoc durch solche Blickfeuer bestimmten 1 . Manhatte auf einer dazwischenliegenden Station , der Kirche vonSaint es Maries am Ufer des mittelländischen Meeres, in vierVersuchen jedesmal 10 Pfund Schiefspulver abgebrannt, derenFlamme auf mehr als 12 geographische Meilen wahrgenommenwurde. Die Längendifferenz ergab sich zu T 33?" in Zeit, miteiner Ungewifsheit von 14- Secunden. Der gute Erfolg diesesersten Versuches veranlafste später Cassini zu einem umständ-lichen Vorschläge, durch Pulversignale, die an 38 Stationen ge-geben werden sollten, die Lange zwischen Paris und Wien (eineEntfernung von 84 geographischen Meilen} zu bestimmen; einProject, das jedoch nie zur Ausführung kam.
Seit jener Zeit war nie mehr die Rede von Pulversignalen,bis der um die Verbesserung und Ausbreitung der praktischenAstronomie so verdiente Baron vos Zacii bei Gelegenheit seiner
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1 Meridienne verifiäe. Paris 1744. p. 98 —105.