Druckschrift 
5,2 (1830) I und K
Entstehung
Seite
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ln fl ex ion des Lichtes.

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dafs die Earbenstreifen im Innern des Schattens sogleich ver-schwinden , wenn die am einen Rande des Körpers vorbeige-gangenen Strahlen nicht mehr sich mit denen vereinigen , dieam andern Rande vorbeigegangen sind. Flaugehoues halteschon bemerkt, daJ's die streifige Erscheinung im Innern desSchattens sogleich in eine gleichförmige matte Erleuchtungdurch hineinwärts gebeugte Strahlen überging, wenn man an dieandere Seite des schmalen Körpers ein breiteres Stück Papieroder dergleichen anklebte. Youift stellte einen Schirm bald vorbald hinter den einen Rand jenes schmalen Körpers, um die anihm vorbeigehenden Strahlen nicht zu dem Orte des aufgefan-eenen Schaltens gelangen zu lassen, und dieses hatte densi-ehern Erfolg, auch die dem andern Rande angehörenden, imInnern des Schattens liegenden Streifen zu zerstören. Wurdeder kleine Schirm zwischen dem schattenwerfenden Körper undder den Schatten auffangenden Ebne aulgestellt, so mufste erhinreichend tief in den Schatten einriieken, um die schon soweit von diesem Rande nach Innen abgelenkten Strahlen wirk-lich aufzufangen.

Um die Meinung, dafs diese Wechsel dunkler und hellerLinien wirklich aus dem angeführten Umstande zu erklären sind,zu bestätigen, stellte er Berechnungen an, um die Länge desvon jedem Lichtstrahle durchlaufenen AUeges zu bestimmen.Hier wurde aus der Voraussetzung, dafs der eine Lichtstrahlgerade fortginge, der andere von den Kanten des festen Körpersaus seinen W r eg fortsetzte, berechnet, wie viel in dem Puncte,wo sie vereinigt auf der den Schatten auffangenden Tafel anka-men , die Differenz der V ege betrug. Aus Rewtos’s Versu-chen mit den zwei Messerschneiden findet sich diese Differenzfür das Verschwinden zwischen 0,0000122 und 0,0000182schwankend, woran offenbar die Schwierigkeit ganz genauerMessungen Schuld ist. Aus desselben Beobachtungen des Schat-tens eines Haares geht hervor, da das Haar Zoll breit war,144 Zoll von der Oefinung und 252 Zoll von der Tafel abstand,der Zwischenraum zwischen dem zweiten Paare heller Linienaber T * T Zoll gefunden wurde, dafs das Viertel des Unterschie-des der Wege beider Lichtstrahlen = 0,0000143 Zoll betrug;das Yiertel aber mufste hier genommen werden, wenn man diedem ersten Verschwinden entsprechende Differenz der Wegeausmitteln wollte, denn die erste helle Linie entspricht der dop-