Druckschrift 
3 (1804)
Entstehung
Seite
706
Einzelbild herunterladen
 

?c>6

zugehe», sollte man für halb unmöglich Hai- >'ten. Wie kann ein Menschenfeind eine Fraulieben, ohne zu erröthen? Ein Mann, - 'der unmittelbar von Plato und den allen 'Tragikern herkommt und den paphischen Hain ^ ^der neuem Poetiker so ohne Blätter und ^so nackt und durchsichtig findet, glaubt nicht ^ >'aus Griechenland nach Griechenland, sondernnach Kamtschatka zu kommen, wo man Amors illi stm-Pfeile in Koth taucht. r

Der stärkste Einwand gegen die Ausina- Giis?lerei der sinnlichen Liebe ist kein sittlicher, -N>isondern ein poetischer. Es gibt nämlich ^ m "ezwei Empfindungen, welche keinen reinen chlliCfreien Kunstgenuß zulasseist, weil sie aus dem zi iii krGemälde in den Zuschauer hinabsteigen unddas Anschauen in Leiden verkehren, nämlich ^die des Ekels und der sinnlichen Liebe. ^Freilich postuliert man für letztere das Gelgentheil vom Zuschauer man gclst ihm aber