Härle.
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Weise pflegen die Künstler, z. B. die Uhrmacher und Mecha-niker, die Spitzen der feinen Bohrer auf eine solche Weise zuharten, dafs sie mit einem Löthrohre die Lichtflamme dagegenblasen, sie dadurch glühend machen und dann schnell in dasUnschlitt des Lichtes oder das Oel der Lampe tauchen. Nacheiner mündlichen Mittheilung des Dr. Eimuke in Hamburgpflegt der bekannte Mechaniker Reesold den Spitzen der Bohrereine aufserordentliche Härte dadurch zu geben, dafs er sie inQuecksilber ablöscht 1 * * * * * .
Die Härte der Körper wird ferner bedingt durch ihre Ver-bindung mit andern Körpern , wobei jedoch so viele Abwei-chungen von einer allgemeinen Regel stattfinden, dafs man einesolche kaum oder überall nicht aulzustellen vermag. Am na-türlichsten und einfachsten würde es seyn, wenn die Härtezweier verbundener Substanzen das arithmetische Mittel derje-nigen der einzelnen wäre, und so ist es auch ziemlich genaubei den Verbindungen des Goldes mit Silber und Kupfer, desZinns mit Blei; allein diesem gänzlich widersprechend ist es,dafs das zähe und mäfsig harte Kupfer mit dem härteren ZinkVerbunden das sehr weiche Messing und mit dem weichen Zinnvereinigt nach dem Verhältnifs der Mischung, z. B. 5 zu 1 dasharte Glockengut und 2 zu 1 das noch ungleich härtere Spiegel-metall liefert. Das Eisen wird durch einen Zusatz von 0,01Kohlenstoff zum harten Stahl und von 0,02 bis 0,04 derselbenSubstanz zum noch härteren Gufseisen, indem letzteres zwarnicht eigentlich gehärtet, aber rasch gekühlt, von den bestenenglischen Feilen nicht angegriffen wird. Dieses Verhalten istübrinens aus der crofsen Härte des reinen Kohlenstoffs in Dia-mant leichter erklärbar, als dafs das Eisen durch einen unbedeu-tenden Zusatz von Alumium und Silicium, desgleichen vonChrom, Silber, Platin u, s. w, merklich härter, ja sogar mit
1 Die mancherlei Arten des Verfahrens beim Härten des Stahlsfindet man in den Werken über die Bereitung desselben. Zur gleich-
mäfsigen Verbreitung 7 der Wärme schlägt Nicholson vor, ihn auf
einer erhitzten Bleimasso schwimmend bis zur erforderlichen Tempe-
ratur zu erhitzen. Vergl. Lydiatt. in Nichols. Journ. of Nat. Phil.
1814. N. 15S. G. LI. 203. Enc 3 'clop, meth. Art. Acier. T. I.
p. 436. Praktische Anweisung zum Härten des Stahls von Pkecutl
findet man im Jahrb. des polyt. Instit. I. 194,