Druckschrift 
5,1 (1829) H
Entstehung
Seite
18
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Hängebrücken.

Brücken, die Methode Her Keilen vorherrschend, indem daselbstnur etwa drei, und zwar nur fiir Fufsgänger von Draht gemachtworden sind ; und es ist nicht zu leugnen , dafs diese Entschie-denheit von Seite so kenntnifsreicher, alle ihre Einrichtungenso wohl in Beziehung auf Zweckmälsigkeit als Kostenersparungso wohl ponderirender Mechaniker hierin von grolsem Gewichteist. Dagegen haben die Gebrüder Skguin in Frankreich denThatbeweis geleistet, dafs man auch solide fahrbare Draht-brücken bauen könne, und eben dieses wird auch durch ähn-liche Constructionen in St. Petersburg dargethan. Die Sachekann unter verschiedenen Gesichtspuncten betrachtet werden,deren gegenseitige Abwägung zum Theil durch örtliche \'er-hältnisse bestimmt werden kann: 1. ,, Von Seite der Stärke

und Dauerhaftigkeit ; 2. in Beziehung auf leichte Verferti-gung oder Ausbesserung , und 3. in Rücksicht auf TVohljeil-heit. a In Betreff der Stärke zeigen die Versuche von Seguiwund die von Dürouit, dafs gezogener unausgeglühter Drahtverhältnifsmäfsig bedeutend stärker ist, als Stangeneisen, unddafs diese Stärke bei feinerem Drahte zunimmt. Auch habennach Durouits Erfahrung, die aus vielen Drähten zusammen-gesetzten Taue eben so viel Stärke , als die Summe der einzel-nen Drähte ausmacht 1 . Gegen die Oxydation werden diesel-ben durch lleifsiges Bedecken mit Firnifs hinreichend geschützt.Vielleicht dürfte in der Folge die von dem Genfer Künstler Da-rier mit Erfolg versuchte Ueberzinnung der Taue, und nach-herige Glättung durch den Drahtzug eine vollständige Sicherunggewähren. Das Unbequemste wäre wohl die Steifigkeit solcherTaue bei verstärktem Durchmesser. Dafs in denselben ein-zelne Drähte unbemerkt reifsen sollten, ist nicht zu befürchten,wenn man sie, wie Düfour that, vor der Vereinigung einzelneiner doppelt so grofsen Anspannung aussetzen würde, als ihrespätere Tragkraft erheischt. Die Leichtigkeit mit welcher sol-

1 ln CouDiEns Fonts et Chausse'es wird von einem EnglischenIngenieur Samuel Waue die Stärke des Eisendrahtes von 4 Zoll Dik-ke derjenigen des Stangeneisens gleich gesetzt, und die Stärke einesDrabttaues zu der Summe der Kraft seiner einzelnen Drähte wie 40zu 65 angenommen; doch ohne nähere Angaben. Segcin hat durchdirecten Versuch nur Unterschied zum Nachtheil des Drahtseilesgefunden.