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3 (1850)
Entstehung
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de Vico in Rom ergeben, sind vielleicht in Oscillationen desSchwerpunkts des Ringes um den Mittelpunkt des Saturngegründet. Auffallend ist, daß schon am Ende des IltenJahrhunderts ein Geistlicher, Gallet zu Avignon, ohne Er-folg versucht hatte die Astronomen seiner Zeit auf die ercen-trische Lage des Saturn aufmerksam zu machen. ^ Bei derso überaus geringen und nach der Oberfläche abnehmendenDichtigkeit des Saturn (vielleicht kaum -Z- der Dichtigkeitdes Wassers) ist es schwer sich eine Vorstellung von demMolecular-Zustande oder der materiellen Beschaffen-heit des Planetenkörpers zu machen; oder gar zu entscheiden,ob diese Beschaffenheit wirkliche Flüssigkeit, d. h. Vcrschieb-barkeit der kleinsten Theile, oder Starrheit (nach der so oftangeführten Analogie von Tannenholz, Bimsstein, Kork odereines erstarrten Flüssigen, dcS Eises) voraussetze. DerAstronom der Krusenstern'schen Erpedition, Horner, nennt denSaturnsring einen Wolkenzug; er will, daß die Berge desSaturn aus Dampfmassen und Dunstbläschen bestehen. ^ DieConjectural-Astronomie treibt hier ein freies und erlaubtes Spiel.Ganz anderer Art sind die ernsten, auf Beobachtung und ana-lytischen Caleul gegründeten Spekulationen über die Möglichkeitder Stabilität des Saturnsringes von zwei ausgezeichnetenamerikanischen Astronomen, Bond und Peiree. ^ Beide stim-men für das Resultat der Flüssigkeit, wie für fortdauerndeVeränderlichkeit in der Gestalt und Theilbarkeit deö äußerenRinges. Die Erhaltung des Ganzen ist von Peirce als vonder Einwirkung und Stellung der Satelliten abhängig be-trachtet worden: weil ohne diese Abhängigkeit, auch beiUngleichheiten im Ringe, sich das Gleichgewicht nichtwürde erhalten können.