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Arkadien wird von Athen Übertrossen. Ganz übereinstimmendhiermit drückt sich der, ältere Muster nachahmende ApolloniusRhob ins IV, 26t aus, wo er sagt, Aegypten sei vor allen an-deren Ländern bewohnt gewesen: „noch nicht kreisten am Himmeldie Gestirne alle; noch waren die Danaer nicht da, nicht das Deu-calionische Geschlecht; vorhanden waren nur die Arkader: die, vondenen es heißt, daß sie vor dem Monde lebten, Eicheln essend aufden Bergen." Eben so sagt Nonnus Xl.1 von dem syrischenBcrov, es sei vor der Sonne bewohnt gewesen."
„Eine solche Gewohnheit, aus Momenten der Welt-Construc-tion Zeitbestimmungen zu entnehmen, ist ein Kind der Anschauungs-Periode, in welcher alle Gebilde noch mehr Lebendigkeit haben,und gehört zunächst der genealogischen Local-Poesie an. So ist esselbst nicht unwahrscheinlich, daß die durch einen arkadischen Dichterbesungene Sage von dem Gigantcnkampf in Arkadien, auf welchesich die oben angeführten Worte des alten Theodorus beziehen(den Einige für einen Samvthracier halten und dessen Werk sehrumfangreich gewesen sein muß), Veranlassung zur Verbreitung desEpithetons für die Arkader gegeben habe." lieber den
Doppelnamen: »4rlcsckes?slaszoi« und den Gegensatz einer älterenund jüngeren Bevölkerung Arkadiens vergl. die vortreffliche Schrift:„der Pelvponnesos" von Ernst Curtius 1851 S. 160 und 180.Auch im Neuen Continent finden wir, wie ich an einem anderenOrte gezeigt (s. meine Kleinen Schriften Bd. I. S. IIS), ansder Hochebene von Bogota den Vvlkerstamm der Muyscas oderMozcas, welcher in seinen historischen Mythen sich eines prose-lenischen Alters rühmte. Die Entstehung des Mondes hängt mitder Sage von einer großen Fluth zusammen, welche ein Weib, dasden Wundermann Botschika begleitete, durch ihre Zauberkünste ver-anlaßt hatte. Botschika verjagte das Weib (Huythaca oder Schiagenannt). Sie verließ die Erde und wurde der Mond, „welcherbis dahin den Muyscas noch nie geleuchtet hatte". Botschika, desMenschengeschlechts sich erbarmend, öffnete mit starker Hand einesteile Felswand bei Canoas, wo der Rio de Funzha sich jetzt imberufenen Wasserfall des Tequendama herabstürzt. Das mit Wassergefüllte Thalbecken wurde dadurch trocken gelegt — ein geognostischerRoman, der sich oft wiederholt: z. V- im geschlossenen Alpenthalvon Kaschmir, wo der mächtige Entwässerer Kasyapa heißt.