Druckschrift 
3 (1850)
Entstehung
Seite
162
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Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung, vor; nnd da derHang zur Astrologie bald mächtig in die römische Volkssitteeinbrach, von August bis Antonin, so erhielten auch die-jenigen Sternbilder,die am himmlischen Sonnenwege lagen",eine erhöhte, phantastische Wichtigkeit. Der ersten Hälftedieses Zeitraums römischer Weltherrschaft gehören die ägyp-tischen Thierkreis-Bilder in Dendera, Esne, dem Propylonvon Panopoliö und einiger Mumiendeckel an: wie Viscontiund Testa schon zu einer Epoche behauptet haben, wo nochnicht alle Materialien für die Entscheidung der Frage ge-sammelt waren, und wilde Hypothesen herrschten überdie Bedeutung jenes symbolischen Zodiacal-Zeichens unddessen Abhängigkeit von der Präcession der Nachtgleichen.Das hohe Alter, welches August Wilhelm von Schlegelden in Indien gefundenen Thierkreisen nach Stellen ausManu's Gesetzbuch, aus Valmiki's Ramayana und ausAmarasinha'S Wörterbuch beilegen wollte, ist nach AdolphHoltzmann's scharfsinnigen Untersuchungen sehr zweifelhaftgeworden. ^

Die durch den Lauf der Jahrhunderte so zufällig ent-standene, künstliche Gruppirung der Sterne zu Bildern,ihre oft unbequeme Größe und schwankenden Umrisse; dieverworrene Bezeichnung der einzelnen Sterne in den Con-stellationen, mit Erschöpfung mehrerer Alphabete, wie indem Schiffe Argo; das geschmacklose Vermischen mythischerPersonen mit der nüchternen Prosa von physikalischenInstrumenten, chemischen Oefcn und Pendeluhren amsüdlichen Himmel hat mehrmals zu Vorschlägen geleitetüber neue, ganz bildlose Eintheilungen des Himmels-gewölbes. Für die südliche Hemisphäre, wo Scorpion,