Druckschrift 
3 (1850)
Entstehung
Seite
147
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Vorausberechnung dcr Sternbedeckungen bis zur 9ten Größeausdehnen, so würde durchschnittlich nach Galle alle 44'30" eine Sternbedeckung eintreffen; denn -in dieser Zeitbestreicht der Mond jedesmal eine neue Fläche am Himmel,die seiner eigenen Fläche gleich ist. Sonderbar, daß Pli-niuö, der gewiß Hipparchs Sternverzeichniß kannte, undder ein kühnes Unternehmen nennt,daß Hipparch derNachwelt den Himmel wie zur Erbschaft hinterlassen wollte",an dem schonen italischen Himmel nur erst 1600 sichtbareSterne zählte! ^ Er war jedoch in dieser Schätzung schontief zu den Sternen fünfter Größe herabgestiegen, währendein halbes Jahrhundert später Ptolemäus nur 1025 Sternebis zu dcr 6ten Classe verzeichnete.

Seitdem man die Firsterne nicht mehr bloß nach denSternbildern aufzählte, denen sie angehörten, sondern sienach ihren Beziehungen auf die großen Kreise des Aeguatorsoder der Ekliptik, also nach Ortsbestimmungen, inNerzeichnisse eingetragen hat; ist der Zuwachs dieser Ver-zeichnisse wie ihre Genauigkeit von den Fortschritten derWissenschast und der Vervollkommnung der Instrumenteabhängig gewesen. Von Timocharis und Aristyllus (233vor Chr.) ist kein Sterncatalog auf uns gekommen; aberwenn sie auch, wie Hipparch in seinem, im siebenten Buchedeö Almagest ftap. 3 pag. 15 Halma) citirtcn Fragmenteüber die Jahreslänge" sich ausdrückt, ihre Beobachtungensehr roh (?rcli-u anstellten, so kann doch kein

Zweifel sein, daß beide die Abweichung vieler Sterne bestimm-ten und daß diese Bestimmungen der Firstern-Tafel Hipparchöum fast anderthalb Jahrhunderte vorhergingen. Hipparch sottbekanntlich (wir haben aber für diese Thatsache das alleinige